Lexikon Eintrag Inflation
Für die Verbraucher ist die Inflation der Inbegriff für unablässig steigende Preise und Lebenshaltungskosten, die demzufolge mit einer Armutsgefahr verbunden sind. Das Wort kommt vom lateinischen und ist wörtlich als „aufschwellen“ bzw. „aufblasen“ zu übersetzen. In der Volkswirtschaftslehre ist unter dem Begriff Inflation das permanente „Aufschwellen“ der Preise für die lebenswichtigsten Waren und Güter zu verstehen. Dieses hat zur Folge zum einen eine rasante Geldentwertung und zum anderen eine ständig wachsende Geldmenge, die ihrerseits die Geldentwertung weiter steigert. Die wissenschaftliche Erklärung dieses Prozesses ist die sehr große und stark steigende Nachfrage nach Konsumgütern, welche das Angebot dieser Konsumgüter stark übersteigt. Ein Ende dieser Teuerungsspirale setzt oft eine sehr schmerzhafte jedoch heilende und rettende Währungsreform.
Es wird dabei von der so genannten gefühlten so wie von der wissenschaftlich gemessenen Inflation gesprochen. Die „gefühlte“ ist die von der Bevölkerung empfundene, die in der Regel viel höher als die gemessene Inflation ist. Die „gemessene“ wird anhand des so genannten Warenkorbes ermittelt. Ein Warenkorb wird von der Wirtschaftswissenschaft mit einer Anzahl unterschiedlicher Konsumgüter „gefüllt“, durch deren aktuellen Preisen ein so genannter Preisindex ermittelt wird, der eben die gemessene Inflation beziffert. Der Inhalt eines Warenkorbes ist von Land zu Land unterschiedlich.
Die Inflation betrifft auch die Sparer, denn sie verringert die Rendite jeder Geldanlage.
Weitere Einträge im Lexikon: Einlagensicherung - Maximaleinlage
Dieser Beitrag wurde am 08.05.2008 das letzte mal editiert.
